M-D162 im Modell


Der offene Güterwagenwagen M-D162 (54)

Der M-D 162 mit 450mm Bordwänden

Der M-D161 bis 165 im Modell

Die offenen Güterwagenwagen M-D162 bis 165 (54 bis 57) gehört zur Erstausstattung der Bahn und entstammen einer Serie von insgesamt 7 offenen Güterwagenwagen die vor der Eröffnung der Jagsttalbahn am 10.12.1900 von der Waggonfabrik AG Uerdingen als Nr.51 bis 57 geliefert wurden. Diese 7 Wagen waren ursprünglich für den Transport von Rüben gedacht.

Diese hochbordigenen, offenen Wagen mit hölzernem Wagenkasten und Klapptüren hatten eine Ladekapazität von 7,5to und waren, bis auf 159 bis 161 mit der Görlitzer Gewichtsbremse, ungebremst.

1928 wurden die Wagen mit neuen Betriebsnummern versehen.

1930 wurde die Görlitzer Gewichtsbremse durch eine Westinghouse Druckluftbremse ausgetauscht und alle Wagen erhielten eine Druckluftleitung.

Die Wagen 159 bis 165 haben danach sehr unterschiedliche Werdegänge.

M-D159 bis 165

Der M-D 162

Die Wagen M-D 162 lief bis Dezember 1965 im Zustand von 1930 bei der Jagsttalbahn. Dann wurden die Seiten- und Stirnwände in der Höhe auf 450mm angesenkt.

Mit dem zweiten Umbau 1967, zusammen mit den Wagen M-D 163, M-D 164 und M-D 165, wurden die Seiten- und Stirnwände in der Höhe auf 250mm angesenkt. Die drei Wagen waren somit wieder baugleich.

Bilder des M-D 162 nach 1967 zeigen den Wagen ohne Bremsschläuche, es liegt also nahe das auch die Druckluftleitungen mit ausgebaut wurden. Diesen Zustand zeigt auch das Panier-Modell.

Anschließend an den Bau des Paniermodells ist dann auch die Konstruktion für den 3D Druck beschrieben.

Der M-D 162 im Modell von Panier, gebaut von Franziskus Müller

Die Umsetzung des M-D162 bis M-D165 ins Modell erfolgte durch die Firma Panier in Weißmetall- und Messingguß. Der Bausatz erfordert etwas Vorbereitung der Gußteile die alle ein wenig aufeinander angepasst werden müssen und in diesem Fall etwas gerade zu richten waren. Dem Bausatz liegt auch eine passende Beschriftung als Aufreibe Buchstaben bei.

Bausatzinhalt

Der Inhalt des Baukastens ist sehr übersichtlich, was dem eher schlichten Modell entgegenkommt.

Kontrolle der Bauteile

Die Seiten und Stirnwände werden als erstes zusammengesteckt, sie passen sehr gut zusammen.

Kontrolle der Bauteile

In Verbindung mit der Grundplatte des Wagens werden die ersten Spalte deutlich, die auf verzogene Bauteile zurückzuführen sind. Vor dem Weiterbau müssen diese Teile soweit gerichtet sein das die Spalten verschwunden sind.

verklebter Wagenkasten

Nach dem Richten der Teile werden Bordwände und Grundplatte miteinander verklebt. Das geht am besten über Kopf und auf einer ebenen Unterlage.

Achshalter

Die Achshalter werden für jede Achse einzeln zusammengesetzt und verlötet. Hierbei ist eine Achse pendelnd gelagert, der Wagen verfügt also über eine Dreipunktlagerung.

Achshaltermontage

Die Achshalter bestehen jeweils aus drei Teilen, die miteinander verlötet werden. Vorher sind die Teile zu entgraten und die Passungen zu überprüfen. In diesem Fall war nur wenig Nacharbeit erforderlich.

Achslagerplatte

Die Achslager müssen sauber in den Aussparungen im Fahrwerk eingepasst werden. Wenn sie hier irgendwo klemmen oder aufliegen steht der Wagen später schief, kippelt oder die Dreipunktlagerung funktioniert nicht.

Achslager fertig

Hier sind die Achslager bereits fertig verlötet und geputzt.

Achslager eingelegt

Die Achslager passen, nach den einsetzen der Radsätze kann der Wagen erstmalig auf das Gleis gestellt werden.

erster Roll-out

Hier steht der offenen Güterwagen im Bahnhof Westernhausen das erste Mal auf dem Gleis hinter dem VT302.

erster Roll-out

Kupplung, Details und Farbe fehlen noch, damit geht es demnächst weiter.....

Der M-D 162 als 3D Druck von Uwe

Die Konstruktion begannt mit dem M-D 165 und hohen Bordwänden. Dort ist auch der Konstruktionsbericht zu finden. Beim M-D 162 werde ich nur auf die Änderungen zu dieser Konstruktion eingehen.

Der M-D162 mit 900mm hohen Wagenkasten (1930 bis 1965)

Die Umsetzung des M-D 162 ins Modell erfolgt auf Basis des M-D165 ins Modell. In der Ursprungs Ausführung sind diese Wagen gleich und so keine Änderungen, außer in der Beschriftung, nötig.

Der M-D 162 mit 450mm hohen Wagenkasten (1965 bis 1966)

Das Absenken der Seitenwände auf 450mm erfolgte nur beim M-D 162. Der Wagen war in diesem Zustand nur von Dezember 1965 bis Ende 1966 im Einsatz. Mit den dafür nötigen Änderungen habe ich mit der Seitenwand begonnen.

md162-seite-450mm

Begonnen habe ich mit einer Kopie einiger der ersten Schritte der hohen Seitenwand mit den Profilen, aber weniger Abziehfugen.

md162-seite-450mm

Um die Höhe der Seitenwand zu verringern skizziere ich den Querschnitt für einen Abziehkörper.

md162-seite-450mm

Der Abziehkörper wird in der Länge über die Enden der Seitenwand hinaus extrudiert. Die genaue Länge ist dabei nicht entscheidend.

md162-seite-450mm

Nun werden als erstes die Fugen von der Wand abgezogen.

md162-seite-450mm

So entstehen die Stoßfugen der Bretter in der Stirn.

md162-seite-450mm

Dann alle Profile mittels boolescher Operation mit der Wand verbunden.

md162-seite-450mm

Von der nun noch zu hohen Wand wird der Abziehblock abgezogen. So werden die Seitenwand und die Profile in einem Schritt gekürzt.

md162-seite-450mm

Die Seitenwand hat nun schon einmal die richtige Höhe, fehlt noch die Tür, die die 450mm hohe Variante noch hatte.

md162-seite-450mm

Für die Profile der Tür wird wieder eine einfache Skizze in der Draufsicht erstellt.

md162-seite-450mm

Dieses Profil wird auf die Höhe der Seitenwand extrudiert.

md162-seite-450mm

Die Schraubenköpfe der Tür werden durch 6 Kugel (grün) dargestellt, die zur Hälfte im Profil versenkt sind. Diese Kugeln finden sich auf der Außen- und Innenseite der Profile.

md162-seite-450mm

Positioniert werden nur die Kugeln eines Profils, die des zweiten sind einfache Kopien (grün), um die Z-Achse um 180° gedreht.

md162-seite-450mm

Als letztes werden noch Löcher für die Griffe in der Tür der Seitenwand benötigt. Deren Querschnitt wird in der Seitenansicht erstellt.

md162-seite-450mm

Um die Löcher für die Griffe abziehen zu können werden sie symmetrisch auf 10mm Länge extrudiert (grün).

md162-seite-450mm

Mittels boolescher Operation werden diese Stifte von der Seitenwand abgezogen, so entstehen die Löcher für die Griffe.

md162-seite-450mm

Auf der Rückseite werden die Bohrungen noch mit einer kleinen Fase versehen, diese dient später als Reservoir für Sekundenkleber. Die neue Seitenwand ist soweit fertig.

Die 450mm hohe Stirnwand des M-D 162

Nach der Seitenwand ist nun noch die Stirn abzusenken.

md162-stirn-450mm

Begonnen habe ich wieder mit einer Kopie einiger der ersten Schritte der hohen Stirnwand mit den Profilen, aber weniger Abziehfugen.

md162-stirn-450mm

Den Abziehblock für die Höhe habe ich von der Seitenwand kopiert, die ist zwar viel zu lang, aber das spielt keine Rolle.

md162-stirn-450mm

Als erstes werden wieder die Bretterfugen abgezogen.

md162-stirn-450mm

So laufen die Bretterfugen bis zu den Profilen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit der Stirn verbunden sind.

md162-stirn-450mm

Die Profile werden, zusammen mit dem äußeren Teil des Kupplungsschachtes, mit Stirn mittels boolescher Operation verbunden.

md162-stirn-450mm

Von der so entstandenen Stirnwand wird mittels boolescher Operation der Abziehklotz (grün) abgezogen.

md162-stirn-450mm

Als nächstes wird von der Stirnwand der Abziehklotz (grün) des Kupplungsschachtes abgezogen.

md162-stirn-450mm

Als letztes wird die Stirnwand mit dem Bremsschlauch (grün) verbunden.

md162-stirn-450mm

Die 450mm hohe Stirnwand ist nun fertig.

Montage des 450mm hohen M-D 162

Für die Montage des 450mm hohen M-D 162 wird die Konstruktion der 900mm hohen Bordwände als Basis verwendet.

Montage des md162-450mm

Als erstes werden die hohen Seiten- und Stirnwände gelöscht.

Montage des md162-450mm

Dann die erste Seitenwand (grün) hineinkopiert und positioniert.

Montage des md162-450mm

Dann zweite Seitenwand (grün) wird kopiert und um die Z-Achse um 180° gedreht.

Montage des md162-450mm

Dann die erste Stirnwand (grün) hineinkopiert und positioniert.

Montage des md162-450mm

Dann zweite Stirnwand (grün) wird kopiert und um die Z-Achse um 180° gedreht.

Montage des md162-450mm

Die vier gekürzten Eckprofile werden zum Schluß kopiert und in den Ecken positioniert.

Montage des md162-450mm

Der M-D 162 mit 450mm hohem Wagenkasten ist fertig.

Der M-D 162 mit 250mm hohen Wagenkasten (ab 1966)

Das Absenken der Seitenwände auf 250mm erfolgte für diese vier Wagen im immer gleichen Muster, so das auch hier wenige Änderungen nötig sind. Der M-D 162 hatte in der Version mit 250mm hohen Bordwänden keine Bremsschläuche mehr.

M-D 162-250mm

Als Basis für den Umbau dient die bereits erstellte Konstruktion des M-D 163, der, wie der M-D 164 und M-D 165, auch in der 250mm hohen Version seine Druckluftleitung behalten hat.

M-D 162-250mm

Entfernen ist nun nicht sehr schwierig, die Bremsschläuche (grün) auswählen......

M-D 162-250mm

....und löschen. Fertig ist der M-D 162 mit 250mm hohem Wagenkasten.

Der M-D 162 als Flachwagen (ab 1966)

Auf vielen Bildern nach 1967 ist der Wagen ohne Seitenwände unterwegs. Sein Einsatz erfolgte nun überwiegend als Bahndienstwagen zum Schwellentransport. Hierfür wären die Seitenwände beim Be- und Entladen hinderlich. Diese Seitenwände steckbar auszuführen scheitern einfach an den dafür notwendigen, filigranen Steckschächten. Dies ließe sich gewiß zeichnen und Drucken, aber den Fahrbetrieb auf den Modulen würde eine solche Konstruktion nicht lange standhalten. Also wird für diese Variante ein eigenes Modell konstruiert.

M-D 162-flach

Als Basis für den Umbau dient die kurz zuvor erstellte Konstruktion des M-D 162 mit dem 250mm hohen Wagenkasten. Dieser büßt zuerst die beiden Seitenwände ein.

M-D 162-flach

Für den vorhandenen, seitlichen Rahmen wird eine Skizze in der Stirnansicht erstellt.

M-D 162-flach

Diese Skizze wird auf Fahrzeuglänge extrudiert (grün).

M-D 162-flach

Die Profile der Seitenwand waren mit dem Rahmen verschraubt, abgenommen bleibt dennoch der Rahmen erhalten. Für diese Bauteile wird ebenfalls eine Skizze erstellt.

M-D 162-flach

Die Skizze wird nun auf die passende Länge extrudiert. Auch diese Version des M-D 162 ist fertig.

M-D 163 als STL-Files

Für den Druck des M-D 163 wird ein 3D DLP Drucker benötigt. Das Volumen-Modell beider Versionen steht hier als STL-file zum Download bereit:

...der Rest ist noch immer eine Baustelle